Sandra Junker

Diplomarbeit/Final Year Project:

Die Aufmerksamkeit des Ungleichgewichts
Determinierte Neukompositionen

Im Bekannten liegt das Gleichgewicht, im Unbekannten das Ungleichgewicht. Das Unbekannte erweckt Neugier und erhält unsere volle Aufmerksamkeit. Mit Hilfe des Generators entstehen neue Objektbeziehungen auf Basis einer Methode der linguistischen Gestaltung. Er ermöglicht das Brechen von herkömmlichen Erwartungshaltungen und generiert somit Aufmerksamkeit. Für die Nutzung des Generators müssen Begriffe gesammelt werden, die aus einer Komposition aus zwei Nomen bestehen. Diese werden dann durch den Generator automatisch neu miteinander kombiniert, sodass eine Vielzahl an neuen Kompositionen entstehen. Diese bilden sich ebenfalls aus zwei Nomen und stellen neue Wortkompositionen dar, die bisher größtenteils noch nicht in der deutschen Sprache existiert haben. Jeder Wortbestandteil ist zwar in sich bekannt, aber die Wortkomposition ist unbekannt und bringt uns gedanklich aus dem Gleichgewicht.Unsere natürliche Neugierde und der Drang sich wieder ins Gleichgewicht zu bringen, zwingen uns förmlich dazu, direkt nach dem Lesen dieses neuen Wortes ein Ding zu visualisieren und so das neue Wort für den Verstand begreifbar zu machen. Das schließlich in einem Ding visualisierte Wort erweckt durch seine besondere Zusammensetzung automatisch die Aufmerksamkeit von Außenstehenden.

 

 

The attention of the unbalanced

In the known there is balance and in the unknown there is unbalance. The unknown kindles curiosity and gets our attention. By using a generator based on linguistic design models, new object relations will be formed. This enables us to break through conventional expectations and generates attention. To use the generator you have to collect terms based on the composition of two nouns.  The collected words will be automatically and newly generated. Hence, a huge variety of new word compositions will be formed. The new compositions are also based on two nouns which are, in its new combination, unique and have never existed in the German language before. Each of the terms are well known, but this new combination of them is unknown and is thus disturbs us somewhat on a level of semantic understanding. Our innate curiosity and the urge to gain some semblance of balance makes us visualise ‚a thing‘ upon reading it. Eventually, the newly visualised word will generate in its new composition the attention of outsiders, automatically.